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Bildquelle: Pixabay, Comfreak

Gutenberg: die wichtigsten Handgriffe

Je einfacher eine WordPress-Installation ist, umso weniger wahrscheinlich sind Kompatbilitätsprobleme beim Update auf WordPress 5.0, das voraussichtlich im Laufe der nächsten Woche veröffentlicht wird. Grundsätzlich wird fast jedes Theme ohne PageBuilder mit Gutenberg kompatibel sein, so lange es nicht bereits grundsätzlich zu alt ist, um überhaupt noch mit einer aktuellen Version von WordPress zu harmonieren.

Mit dem Editor ändert sich nur die Art und Weise Inhalt einzugeben und zu bearbeiten. Die Ausgabe erfolgt nach wie vor mit derselbe Funktion wie vorher.

Entwickler populärer Themes wie Enfold oder Divi haben ihre PageBuilder angepasst. Damit zusammengestellte Seiten werden auch weiterhin funktionieren, und die PageBuilder können in Zukunft neben Gutenberg verwendet werden um Inhalte zu gestalten.

Dasselbe gilt auch für häufig eingesetzte PageBuilder-Plugins wie zum Beispiel Visual Bakery, Divi Builder, Elementor, oder den Page Builder von Site Origin.

Was nicht explizit angepassten Themes fehlen wird sind bestimmte Stilangaben wie jene die den neuen Bildformaten “wide” und “fullwidth” entsprechen. Das kann zu Darstellungsfehlern führen.

UNBEDINGT Backup vor dem Update machen

Wie vor jedem Update unbedingt wenigstens die Datenbank sichern. WordPress 4.9.8 kann man sich jeder Zeit neu herunterladen und installieren. Themes und Plugins die in Hinblick auf WordPress 5.0 aktualisiert wurden, sollten auch mit WordPress 4.9.8 zusammenwirken. Verluste an Daten sind nicht mehr auszugleichen, wenn es kein Backup gibt.

Was passiert mit bisherigen Inhalten?

Diese bleiben wie sie sind, und werden, sofern nicht mit einem PageBuilder verfasst, als ein “Classic” Block” angezeigt. Im Einstellungsmenü des Blocks (drei senkrechte Punkte) wandelt der Befehl “Convert to Blocks” / “in Blöcke konvertieren” die Inhalte in Blöcke um. Doch wer Seiten oder Beiträge manuell mit HTML-Strukturen gestaltete, wird dabei diese und etwaige IDs oder CSS-Klassen verlieren.

Um individuelle HTML-Strukturen nicht zu verlieren, auf “als HTML bearbeiten” gehen und ggf. ganzen oder Teil-Abschnitte als HTML-Block/Blöcke anlegen.

Funktionieren Shortcodes noch?

Die meisten Shortcodes sollten noch funktionieren. Bisher habe ich noch keinen erlebt, der mit Gutenberg Probleme verursachte. Es kommt hier womöglich aber auch auf Alter und Qualität des Shortcodes an. 

Funktionieren Metaboxen von Plugins nach dem Update noch?

Grundsätzlich gilt für die dasselbe wie für Shortcodes. Sie werden unterhalb des Schreibbereichs angezeigt.

Funktionieren benutzerdefinierten Felder noch?

Die WordPress eigene Metabox für Custom Fields gibt es nicht mehr. Wer Felder bisher über die WordPress-Metabox bearbeitet hat, benötigt um das weiterhin zu können, ein Plugin.  Plugins wie ACF oder Metabox wurden bereits an Gutenberg angepasst. Mit ACF können nun auch Blocks mit Eingabemasken für benutzerdefinierte Felder angelegt werden. Jeder dieser Block benötigt allerdings ein Template, d.h. auch hier kommt man nicht aus, ohne selbst für die Ausgabe der Daten zu sorgen.

Die Gutenberg Sidebar

Rechts neben dem Schreibbereich befindet sich die Sidebar mit den Einstellungen für das Dokument und den jeweils aktiven Block. Falls die Sidebar ausgeblendet ist, mit dem Einstellungen-Symbol (Zahnrad) lässt sie sich ein- oder ausblenden.

Dokument

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Einstellungen die sich auf das Dokument beziehen, werden in diesem Bereich vorgenommen. Es sind dieselben die vorher bereits da waren, nur als Accordion dargestellt, statt als Metaboxen wie zuvor im Classic Editor. 

Permalink ändern

NACHTRAG: Unter Dokument zeigen sich die Permalink-Einstellungen mittlerweile in der Seitenleiste und können direkt dort im Feld URL geändert werden.

Wie bisher gibt es einen Permalink erst, sobald ein Beitrag oder eine Seite erstmalig gespeichert wurde. Um den Permalink zu ändern, einmal auf den Titel selbst klicken. 

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Rechts neben dem Link den Button “bearbeiten” anklicken, und nach Vollendung des Arbeitsschritts “speichern”. 

Einen neuen Block einfügen

Wer im Bereich “Schreib etwas oder tippe / zur Blockauswahl” mit Schreiben loslegt, befindet sich automatisch in einem Absatz-Block. Ein neuer Absatz entsteht (wie bereits im alten Editor) durch Drücken der Eingabetaste.

Die Schnellauswahl aus den wichtigsten Blöcken öffnet sich durch die Eingabe eines Slashes.

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Die komplette Auswahl an Blöcken ist links oben hinter dem rund umrandeten Pluszeichen zu finden.

Blockeinstellungen

Neben den üblichen Layouteinstellungen (Bündigkeit, Fettschrift, Link) sind im mit drei vertikalen Punkten zu öffnenden Einstellungsbereich weitere Optionen für den grade aktiven Block hinterlegt, wie als HTML zu editieren, zu kopieren, oder einen Block vor oder nach dem grade ausgewählten einzufügen.

Ein Block der immer wieder vorkommen kann lässt sich auch als wiederverwendbar speichern, und ist später unter der Rubrik “wiederverwendbar” zu finden.

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Auf der linken Seite jedes Block zeigen sich bei Hover Verschiebe-Elemente wie Pfeil nach oben, nach unten und der Mittelbereich zum “draggen” des Blocks, um ihn an eine beliebige andere Stelle im Beitrag zu transportieren, und dort zu “droppen”.

Blockeinstellungen in der Seitenleiste

Für einen Block verfügbare Layouteinstellungen wie Schriftgrößen oder Farben (falls für den Block vorgesehen) befinden sich hier.

Mithin findet man dort nach dem Einfügen von Blöcken mit benutzerdefinieren Feldern auch die Eingabemaske, während der Block selbst im Schreibbereich leer ist.

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In den Blockeinstellungen gibt es einen Button Switch to Edit  

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Dieser bringt die Eingabemaske eines benuzterdefinierten Blocks mit Custom Fields in den Schreibbereich.

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Differenzierte Einstellung bei Bildgrößen

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Nicht nur welcher Zuschnitt eines Bildes einzufügen ist, sondern auch, in welcher Größe dieser Zuschnitt verwendet wird, lässt sich mit Gutenberg bestimmen. 

Der Prozentwert bezieht sich dabei auf das Format der getroffenen Auswahl. Bei Auswahl einer Vollgröße die schmaler ist als die Seitenbreite sorgt die Angabe von 100% dafür, dass ein Bild nicht breiter dargestellt wird als es ist (andernfalls CSS des Themes prüfen).

Übrigens: Mit Gutenberg eingegebene Inhalte lassen sich über die Tastenkombination STRG + S  speichern (Windows).

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Über Gabriele Lässer

WordPress Sorgen? - Nicht mit mir! Ich freue mich auf spannende Herausforderungen

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