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Bildquelle: Pixabay, manfredrichter

WooCommerce Checkout Plugins im Test – Datei vom Kunden hochladen lassen und per E-Mail übermitteln

Mit seiner Produktbestellung in einem WooCommerce-Shop soll der Kunde die Gelegenheit erhalten, eine Zeichnung oder PDF-Datei mit Konstruktionsplan zu übermitteln. Da der Verkäufer der die Bestellungen entgegennahm alle erforderlichen Informationen mit der E-Mail erhalten muss, war es Bedingung, dass er die vom Kunden angehängte Datei per E-Mail bekommt oder downloaden kann.

Folgende Plugins wurden zu diesem Zweck getestet.

Checkout Files Upload for WooCommerce

Dieses Plugin beschränkt sich auf eines oder (Pro-Version) mehrere Upload-Felder. Damit hätte das Plugin bereits den Zweck erfüllt. Kunde lädt beim Bestellen ein PDF oder Bild hoch, schickt das Formular durch, Datei kommt mit Bestell-Information im Anhang.

Doch das Feld konnte nur vor dem Checkout-Formular oder danach (unterhalb des Formular-Absende-Buttons) platziert werden, wahlweise samt (stets sichtbarem) Fortschrittsbalken. Als ich weitere Hooks testete stellte sich heraus, dass das Feld dann nicht mehr funktionierte (kein jQuery verfügbar um die Datei zu entfernen, und ohne Ajax kam mit dem Upload gleich die Formularprüfung hoch).

Die Premium-Version bietet keinen besonderen Mehrwert, außer dass die Anzahl der Felder höher als eins sein, und man für jedes bestimmen kann, ob es vor oder nach dem Formular eingefügt wird.

Preis: EUR 59,99, einmalig und für unbegrenzte Verwendung.

Rückerstattung des Kaufpreises: nach Rückfrage aus welchen Gründen problemlos.

Fazit: sowas geht gar nicht.

Flexible Checkout Fields for WooCommerce

Hier braucht es die Pro-Variante, um (neben einer großen Auswahl anderer) auch Upload-Felder zu verwenden. Das Plugin hätte mir gut gefallen. Allerdings werden angehängte Dateien weder an die Bestell-Info-Mail gehängt noch darin verlinkt (der Zugriff auf die Datei erfolgt über einen umgeschriebenen Link und funktioniert nur mit nonce-key aus dem Dashboard heraus, sonst hätte man den Link über einen Filter in die E-Mail hängen können). Die Entgegnung der Entwickler berief sich auf „Sicherheitsgründe“, was meiner Ansicht nach auch einfach eine Option hätte sein können.

Preis: EUR 49,00 / Jahr für eine Site

Rückerstattung des Kaufpreises: ohne Rückfrage problemlos.

Fazit: Von etwas, das sich „Flexible“ nennt, hätte ich mehr erwartet. Offenbar schlug auch bei diesem Begriff wie schon bei „easy“ oder „ultimate“ die Inflation mit voller Härte zu. Es bietet auch wenig Spielraum für Entwickler, sodass der Aufwand, die Datei über E-Mail verfügbar zu machen, unbillig hoch gewesen wäre.

WooCommerce Checkout Field Editor (Manager) Pro

Dieses Plugin bietet am meisten Spielraum für den Umgang mit den einzelnen Feldern. Unter anderem werden hochgeladene Dateien auf Wunsch(!) in der Bestell-Info-Mail und / oder Kunden-E-Mail verlinkt. In erster Linie ging es ja darum, eine vom Kunden hochgeladene Datei für den Verkäufer verfügbar zu machen, wenn er grade nicht im Dashboard eingelogged ist. Die Anforderung ist damit erfüllt.

Hinzu kommt, dass dieses Plugin entwicklerfreundlich ist. So könnte ich über einen Hook hochgeladene Dateien selbst anhängen wenn ich es denn wollte. Noch dazu ist es sogar günstiger als Flexible Checkout Fields for WooCommerce, obwohl es soweit ich bisher sagen kann, flexibler ist als jenes.

Preis: USD 39,00 / Jahr für eine Site

Rückerstattung des Kaufpreises: wird garantiert.

Fazit: flexibelstes der getesteten Pro-Plugins und (bisher) Favorit.

Custom Fields WooCommerce Checkout Page

Sieht vorherigem Plugin so ähnlich, so dass man sie anfangs leicht verwechseln könnte. Es bietet allerdings weniger Einstellungen für die Feldinhalt-Wiedergabe. Anbieter und Preisgestaltung sind erst mal unklar. Es geht aus den Informationen nicht hervor, was das Plugin kostet. Erst wenn man den Bestellvorgang auslöst erfährt man den Preis.

Preis: EUR 22,80 für unbegrenzt viele Sites (vermutlich einmalig), sofern es einem gelingt, den Bestellvorgang abzuschließen. So lange blieb ich nicht dran.

Außenseiter: WooCommerce Checkout Manager

Kostenfrei, inklusive Datei-Upload (einziger mit mehreren Dateien über ein Feld), und möglicherweise interessant und flexibel stellte sich dieser Kandidat dar. Allerdings mischte er gleich mal die Anordnung der Felder auf, was durch bloßes Aktivieren nicht passieren dürfte. Zudem ist das Plugin chaotisch zu konfigurieren und ebenso dokumentiert (kann man, oder kann man nicht…? – ja, doch, mit etwas Mehraufwand code the fields in the template) könnte auch dieses Plugin geeignet sein, für den Einsatz in einem Kundenprojekt wirkte es auf mich allerdings zu experimentell.

Fazit: interessanter Ansatz mit Potential, kompliziertestes in der Anwendung.

Über Gabriele Lässer

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