Warum ich Meta Box AIO ACF Pro vorziehe

Meta Box verwendete ich lange bevor ich mit ACF zu tun hatte. Ich entdeckte es kurz, nachdem es erschienen war. Meta Box wurde von einem Entwickler für Entwickler entwickelt, um eine Schnittstelle für Metaboxen und benutzerdefinierte Felder zu schaffen, mit der man schnell eigene Felder anlegen und einsetzen konnte. Es gab keine Oberfläche, sondern nur die Meta Box API.

Der Grund dafür ist, dass es sich hierbei nur um eine Bibliothek handelte, in der alle Konfigurationen über die Codeschnipsel erfolgen, die man seinem Theme oder Plugin hinzufügt.

Das Tolle daran ist, man legt nur ein Array für die Felder an die man braucht, und um den Rest (Eingabemasken, Validierung, Speichern) kümmert sich das Plugin. Da ich viel mit Datenfeldern arbeitete, war die Entdeckung von Meta Box eine große Erleichterung.

Die Methode bietet viele Vorteile wie die Erhöhung der Website-Performance und Flexibilität, sowie die einfache Integration in Themes oder andere Plugins. Neue Felder sind schnell eingepflegt, und neue, eigene Felder zu definieren geht genauso leicht.

Schon die Meta Box Basis ist mächtig

Das Basisplugin wird in jedem Fall benötigt, auch wenn man auf Premium umstellt, denn es liefert die API. Bei ACF ist das anderes. Man installiert entweder die freie Version oder ACF Pro. Bei Meta Box ergänzen die Erweiterungen die bereits mächtige Basis.

Erst ACF Pro hat ein „Repeater“ Field. Bei Meta Box ist jedes Feld ganz einfach „cloneable“, ob Gruppe oder einfaches Feld, und ist bereits bestandteil der kostenfreien Version.

ACF Pro hat ein paar Felder mehr als das kostenfreie Plugin ACF, und man hat mehr Kontrolle über das Layout seiner Eingabemasken. Es gibt jedoch keine Views. Um Feldinhalte auszugeben muss man entweder Templates bauen, Funktionen schreiben oder in zusätzliche Plugins investieren.

Was ACF Pro allerdings kann und Meta Box nicht sind benutzerdefinierte Felder für Widgets und Layouts. Letztere sind allerdings mit Gutenberg und Views leicht ersetzbar.

Meta Box AIO hat Custom Post Types und Custom Taxonomies integriert, ACF Pro ist auch nur für Felder zuständig, und beschränkt die verfügbaren Felder in der Nicht Pro-Version (z.B. kein Repeater, während man auch mit der reinen API von Meta Box alle Feldtypen zur Verfügung hat).

Meta Box AIO liefert unter anderem auch eine Oberfläche für Views mit HTML, CSS, JS und Twig um Bedingungen für die Anzeige der Inhalte festzulegen. Auch Funktionen können ausgeführt werden. Das Einfügen funktioniert über Filter, Hooks, Shortcode oder über eine Funktion. Ich kann die komplette Ausgabe meiner Daten über das Dashboard steuern.

Mit den Pro-Erweiterungen bekommt man mit den Meta Box Extensions also eine umfassende Lösung für Custom Post Types, Taxononmies und Custom Fields mit einer grafischen Oberfläche. Es ist also gleichermaßen für Nicht- wie auch für Coder attraktiv.

Das Meta Box Bundle besteht aus einer ganzen Reihe von Plugins. Doch installieren muss man zum Basis Plugin nur eines, das kümmert sich um alle(s). Mit dem Meta Box Developer oder Lifetime Bundle erhält man die Meta Box AIO extension, über die Erweiterungen per Mausklick aktiviert oder abgeschaltet werden können.

Nicht nur Google Maps scheint bei Meta Box als Feldtyp auf, sondern auch OpenStreetmap, und es gibt Image Radio-Buttons.

Mit beiden Pro-Versionen kann man Gutenberg-Blöcke bauen. Bei komplexen Blöcken mit Wiederholern ist das Layout von Meta Box Blöcken flexibler. Frontend Submission Felder bauen ist mit Meta Box AIO komfortabler.

Meta Box AIO ist umfangreicher, mächtiger und näher an WordPress als ACF Pro. Es speichert auch die Datenfelder so, wie WordPress es täte. Daher kann man sie auch mit get_post_meta() abfragen.

So schön wie der Code ist auch die Dokumentation

Die Dokumentationen auf der Website zu jeder Erweiterung und jedem Feld sind übersichtlich und umfassend. Nicht gegen Design, doch eine Dokumentaion wünsche ich mir klar strukturiert und ohne Spielereien. Man wird nicht mit unvollständigen Faq oder kategorisierten Knowledgebases abgespeist, die genau das was man eigentlich wissen will nicht rausrücken (voll nervig bei manchen Anbietern, dass die relevanten Informationen teilweise so schwer zu finden, und die Relvanzen der Informationen für Neueinsteiger dadurch nicht einzuschätzen sind).

ACF Pro ist auch ausführlich dokumentiert, keine Frage. Doch um Lösungen zu finden sucht man länger. Die Übersicht über die Felder ist grafisch aufbereitet, was ich eher als störend denn hilfreich empfinde. Zudem muss ich immer wieder vor- und zurückklicken. Bei Meta Box ist das Inhaltsverzeichnis immer bei mir, und ich kann mich durcharbeiten, ohne was mich sonst noch interessieren könnte, aus den Augen zu verlieren.

Fazit

Nicht zuletzt bietet Meta Box AIO eine Lifetime Lizenz. ACF hat sich indessen von Lifetime-Lizenzen abgewendet und ist nur noch im Abo zu haben (bestehende Lifetime-Lizenzen behalten allerdings ihre Gültigkeit). Für zwei Jahre ACF bekommt man Meta Box AIO ein Leben lang.

Meta Box AIO ist der komplette Werkzeugkasten für jeden (Entwickler oder nicht), um alles was in WordPress mit Eingabe und Ausgabe von Daten zu tun hat, zu managen.

Schreibe einen Kommentar

Bitte Kommentarfunktion nicht für Supportanfragen nutzen. Dem kann hier nicht entsprochen werden.