Responsive Webdesign

Responsive bedeutet nicht automatisch auch mobilfreundlich

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“Unser neues Design ist voll responsive, mit optimaler Darstellung auch auf allen Mobilgeräten”. – Manchmal kann ich nicht widerstehen und rufe eine so oder ähnlich beworbene frisch gelaunchte Site mit einem Smartphone auf. Dann geht die Warterei los…

…zum Beispiel aus folgenden Gründen:

  • Die Slideshow mit 4 MByte Bildmaterial mag einfach nicht geladen werden
  • Sämtliche Bilder erzeugen ein um ein Mehrfaches größeres Datenvolumen als gut optimiertes Material
  • In der CSS-Datei stehen drei Mal so viele Stile drin wie es für die Darstellung auf dem Mobilgerät braucht

Das sind nur einige der gröbsten Ladehemmer. Auf die unzähligen Vorteile einer von Grund auf durchdachten und optimierten Struktur gehe ich hier nicht ein.

Schwächere Hardware, mobile Internetanbindung, kleinerer Cache etc. führen dazu, dass man auf mobilen Geräten jedes Kilobyte einer Website stärker spürt. Daher reicht es oft nicht aus, eine Website responsive zu machen, um sie bereits als mobilfreundlich zu erleben. Datentransferraten in Megabyte-Dimensionen werden nicht alleine davon kleiner, weil das Design neuerdings responsive ist.

Man kann die Ergebnisse auf kleinen Touchscreens wohl betrachten, lesen, bedienen. Doch wenn der Nutzer es nicht abwarten kann bis die Site überhaupt aufgebaut ist, wird die Leserschaft im Vergleich zur reinen Desktopversion nicht wirklich größer werden.

RESS bedeutet “Responsive Webdesign and Server Side Components”. Hierbei werden Skripte eingesetzt die Geräte erkennen und daraufhin Elemente selektiv laden, was dann beispielsweise auch für CSS-Dateien gilt. Die üblicherweise aufwändigeren Desktopstile können für Handydisplays weggelassen werden, weshalb die CSS-Datei für Smartphones weniger schwer wiegt als jene für Desktopgeräte.

Wird ein Gerät doch einmal nicht korrekt identifiziert, bleibt immer noch Responsive Design ohne Plattform-Erkennung als “Fallback”. Daher macht es auf jeden Fall Sinn auf die Performance zu achten, fehlerfreies Markup und CSS, optimierte Bilder, optimierten Code, Kompression etc. einzusetzen.

Um sicherzustellen, dass die Ladezeiten ein gut erträgliches Maß nicht übersteigen, sind Tests an echten Mobilgeräten unumgänglich. Maximal drei Sekunden bis zum Seitenaufbau gelten als noch hinnehmbar. Weniger ist besser.

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